Bischof Msgr. Torija:Seligpreisungen in der Zeit der Massenarbeitslosigkeit
Selig, die bereit sind, durch Investitionen und Schaffung von Arbeitsplätzen ärmer zu werden, denn sie sammeln Schätze im ewigen Reich.
Selig, die im Besitz mehrerer Beschäftigungen Verzicht leisten auf solche, die zu einem menschenwürdigen Leben nicht erforderlich sind. Sie haben einen sicheren Platz im Himmelreich.
Selig die Beamten, die arbeiten, als täten sie es für sich, die Maßnahmen erleichtern und Probleme ernstlich prüfen; ihre Arbeit wird ihnen als heiliges Tun angerechnet.
Selig die Selbständigen, die sich berechtigten Reformen ihres Berufszweiges nicht entgegenstellen. Es ist besser, den Willen Gottes zu erfüllen, als sich bei Berufsgenossen beliebt zu machen.
Selig die Arbeiter und Angestellten, die der Schaffung von Arbeitsplätzen für alle Vorrang geben vor eigenen Überstunden und Lohnzuschlägen, denn sie wissen, wo ihr wahrer Reichtum liegt.
Selig die Bankiers, Makler und Kaufleute, die, auch wenn es legal ist, die Lage nicht ausnutzen, um ihre Gewinne zu steigern, denn sie leisten einen großen Dienst am Frieden.
Selig die Politiker und Gewerkschafter, die, über parteipolitische Strategien und Interessen hinweg, nach realistischen Lösungen der Arbeitslosigkeit suchen, denn sie beschleunigen das Kommen des Himmelreichs.
Selig sind wir alle, wenn wir nicht länger sagen: „Wenn ich die Lage nicht ausnutze, tut es ein anderer“,
wenn wir nicht länger denken: „Was ist schlecht daran, wenn ich betrüge, wo es alle tun?“,
wenn wir nicht länger denken: „Solange das Gesetz nicht verletzt wird, ist alles erlaubt“, weil dann nämlich das Leben in der menschlichen Gesellschaft zu einer Vorahnung des himmlischen Glücks wird.