Am 17.12.2002 gab es vor dem Goslarer Krankenhaus eine Warnstreik-Aktion , bei der 200 KollegInnen aus dem Krankenhaus anwesend waren.
Karsten Färber, DGB-Ortsverbands-Vorsitzender, hielt dabei folgende Rede:
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich überbringe euch solidarische Grüße vom DGB Ortsverband Goslar.
Ver.di fordert 3% mehr Lohn. Die öffentlichen Arbeitgeber wollen eine Nullrunde, weil sie meinen, dass der Staat zur Zeit nicht genug Geld für seine Beschäftigten übrig hat.
Die öffentlichen Arbeitgeber, das sind die von uns gewählten Politiker, wollen, dass ihr den Gürtel enger schnallt. Sie meinen wohl, dass je enger man den Gürtel schnallt desto weniger man essen muss.
Es ist nicht fair, dass der öffentliche Dienst als größter Arbeitgeber in Deutschland von seinen Beschäftigten ein Opfer zur Haushaltskonsolidierung fordert, während er den Reichen die Steuern erlässt. Dieser Staat ist immer weniger ein Sozialstaat...
Wenn wir mehr Gerechtigkeit wollen - und 3% mehr Lohn ist gerecht - , dann reicht dieser Warnstreik nicht aus.
Die von einem Streik im öffentlichen Dienst betroffenen Menschen, sozusagen unsere Kunden, müssen aufgeklärt werden. Denn ein Streik allein schafft noch nicht genug öffentlichen Druck.
Wenn ihr wirklich 3% mehr Lohn haben wollt, dann müsst ihr auch was dafür tun.
Der DGB Ortsverband steht an eurer Seite und unterstützt weitere Aktionen.